Die Vorbereitungen

04.08.2016 - Und plötzlich ist es nur noch eine Woche, bis ich nach Südafrika fliege. Langsam muss ich anfangen zu packen und eine ganze Menge habe ich auch schon zusammen. Trotzdem ist da immer die Angst etwas Wichtiges zu vergessen oder irgendetwas nicht bedacht zu haben. Außerdem ist es merkwürdig so viel hier zu lassen und einsehen zu müssen, dass man (leider) nicht alles mitnehmen kann und sich auf das Nötigste beschränken muss.

Doch noch viel schwerer fällt mir die Trennung von meiner Familie, meinen Freunden und allen Menschen, die mich bisher begleitet haben.

Trotzdem war die Vorfreude auf meine bevorstehende Reise nie größer. Vor allem das Vorbereitungsseminar in Wiesbaden hat dazu beigetragen. Es war wirklich schön, so viele Menschen, die das Gleiche vorhaben und damit auch ähnliche Wünsche und Ängste teilen zu treffen und sich auszutauschen und außerdem waren alle einfach nur richtig nett. Vor allem war ich sehr glücklich meine tolle Mitbewohnerin und Mitfreiwillige Rebecca und die anderen vier aus Südafrika kennenzulernen. Die anderen wohnen ein kleines bisschen von uns entfernt, aber sind definitiv noch nah genug, um sie oft besuchen zu gehen, was wir auch auf jeden Fall tun werden.

Neben uns sechs Südafrika-Freiwilligen waren auch noch viele Freiwillige da, die jetzt nach Namibia, Ghana, Ruanda, Indien oder Thailand fliegen. Wir waren also eine lustige, buntgemischte Truppe.

Auf dem Programm für die zehn Tage Seminar stand neben Länderkunde, WG-Leben und organisatorischen Kram auch das Theaterstück „Asyldialoge“ von der Bühne für Menschenrechte und ein globalisierungskritischer Stadtrundgang durch Mainz an. Wir lernten mehr über unsere Projekte und Einsatzstellen und konnten Workshops zu Themen wie Projekte organisieren, Entwicklungszusammenarbeit und viele mehr besuchen.

Abends machten wir dann zusammen Yoga oder sangen zur Ukulele. Diese Abende zusammen waren wirklich wichtig nach so anstrengenden Tagen voller Eindrücke und neuer Informationen.

Es ist schon schade, dass so viele nette Menschen, die ich kennenlernen durfte bald in Namibia arbeiten und leben und damit ganz weit weg von uns sind, aber ich bin sicher, dass ich zumindest ab und zu von ihnen höre.

Ich möchte als letztes allen Menschen danken, die dieses Seminar zu zehn wunderschönen Tagen gemacht haben.