Eingelebt

21.08.2016 - Die Menschen hier in Alexandria sind alle wirklich unfassbar nett und aufgeschlossen. Man wird von jedem in den Arm genommen und oft gefragt, ob man sich schon eingelebt hat und wie einem geholfen werden kann. Die Menschen sind neugierig und aufgeschlossen und interessieren sich für unsere Beweggründe zu kommen, oder fragen, wie uns Südafrika gefällt.

Es fällt mir immer noch schwer zu glauben, dass wir erst zehn Tage hier sind, denn Becci und ich haben uns schon wirklich gut integriert und erste Kontakte geknüpft. Neben der Schule ist die Kirchengemeinde, zu der die Schule gehört ein guter Raum dazu. Am Freitag wurden wir zum Beispiel von einer Lehrerin mit zum gemeindeeigenen Youth Club mitgenommen und schon sind wir zu weiteren Treffen eingeplant worden, die zukünftig nicht nur Freitags, sondern auch Sonntagsabends stattfinden sollen.

Heute morgen waren wir auch wieder in der Kirche und wurden prompt von allen wieder erkannt und begrüßt. Spontan wurde mir noch eine Gitarrenschülerin zugeteilt, die eigentlich, soweit ich das sehen konnte, schon wirklich gut spielen kann. Ich bin gespannt was daraus noch wird und ob ich da wirklich noch helfen kann.

Dann wurden Becci und ich dazu eingeladen in der Kirchenband mitzuspielen und dort mal bei den Proben vorbei zu schauen. Und haben somit schon wieder einen Termin mehr pro Woche. Außerdem treffen wir uns nächste Woche wahrscheinlich mit dem Pastor, da er uns kennen lernen möchte und vielleicht kommen wir auch zum Strand.

Becci und ich haben uns also schon gut eingelebt und viele Menschen kennen gelernt.

160827_Alexandria_05.jpgAber so gut uns Südafrika auch gefällt gibt es ein paar Sachen, an die ich mich noch nicht gewöhnen konnte: zum Beispiel, dass die Sonne hier abends einfach ausgeschaltet wird. Ich einem Moment ist es noch taghell, und plötzlich ist es einfach dunkel. Die Sonne geht so schnell und früh unter, dass man um 20 Uhr das Gefühl haben kann, es sei schon fast Mitternacht.

Und an die Insekten habe ich mich auch noch nicht gewöhnt. Kakerlaken sind hier relativ normal und auch der Tausendfüßler, der sich heute in unserem Bad versteckte stellt keine Seltenheit in einer südafrikanischen Wohnung dar. Das effektivste Mittel gegen die Tiere ist so ein Spray, dass die Tiere umbringt. Das ist eine echte Chemiekeule und riecht nicht angenehm, allerdings soll man die Tiere auf keinen Fall zertreten, um ihre Nachkommen nicht mit den Schuhen durch die Gegend zu tragen. Bisher haben wir aber jedes Insekt heldenhaft gemeistert.

Auch sonst läuft das WG Leben sehr gut. Wir haben jetzt endlich einen Putzplan und auch eine Haushaltskasse und haben die Wohnung einmal von Grund auf gereinigt und geputzt, sodass wir sie nun tatsächlich unser Zuhause auf Zeit nennen können.