Ferien in Port Alfred

11.10.2016 - Für uns begannen die Ferien eine Woche früher, als für die Schüler der öffentlichen Schulen. Für unsere ersten Ferien wollten Becci und ich uns noch nichts großes vornehmen und sind deshalb zunächst die anderen Freiwilligen besuchen gegangen. Unser erster Stopp war bei Clara in Port Alfred.

Port Alfred ist ein Küstenstädtchen direkt am indischen Ozean und zu unserem Glück wohnt Clara nur 5 Minuten vom Strand entfernt, den wir an unserem ersten Besuchstag natürlich als allererstes gezeigt bekamen. Wir liefen ein ganzes Stück am Wasser entlang, obwohl es trotz Frühling, nicht sehr warm war und entdeckten einige uns unbekannte Tiere, wie zum Beispiel ziemlich eklige Schnecken, die den Strand entlang krochen. Das schöne an südafrikanischen Stränden ist, dass sie fast immer leer sind und es eher eine Besonderheit ist, wenn man Fußgängern mit ihren Hunden oder Joggern begegnet. Das Schönste aber war sich mit Clara über die teils gleichen aber auch unterschiedlichen Erfahrungen austauschen zu können, die man als Freiwillige in Südafrika macht.

Port Alfred VerandaClara hat uns auch gleich die „Innenstadt“ Port Alfreds gezeigt, die eher eine einzelne mittelgroße Shopping Mall ist. Innenstädte, wie man sie aus Deutschland kennt existieren in Südafrika weniger. Stattdessen sieht man eher diese Einkaufszentren. Weil Becci und ich in den letzten beiden Monaten immer nur in dem winzigen Supermarkt von Alexandria einkaufen waren, in dem wir zwar schon namentlich begrüßt werden, der aber kaum Auswahl hat, waren wir schon sehr überwältigt von dem riesigen Sortiment und der Größe des Supermarktes in Port Alfred. Und weil Becci und ich schon lange keine richtige Pizza mehr gegessen hatten, suchten wir erst einmal die nächste Pizzeria auf um nachzuholen, was wir in Alexandria nicht bekommen können, wie zum Beispiel auch einen ziemlich leckeren Milchshake im Café. So war es auch am nächsten Tag, als wir spontan beschlossen in einem kleinen Handarbeitsladen eine kleine Brownietorte zu kaufen und sie direkt am Wasser zu essen. Das Gebäck hier in Südafrika ist nämlich richtig lecker, zumindest wenn man es sehr sehr süß und mit ganz viel Zucker mag.

Den Rest des Tages verbrachten wir auf Claras Veranda, auf der man über Port Alfred und in der Ferne auch ein kleines bisschen Meer sehen kann. Als wir abends ins Haus gingen, funktionierte dann plötzlich das Licht nicht mehr …. Stromausfall. Obwohl wir uns mit Kerzen helfen konnten ging es für uns sehr früh ins Bett.

Am nächsten Morgen funktionierte der Strom dann immer noch nicht. Frühstücken konnten wir zwar auch so. Auch den Rest der Zeit gab es deswegen weniger Probleme, da wir den Morgen am Strand verbrachten. Am Nachmittag bekamen wir dann aber schon ein bisschen Hunger und wollten uns in Claras Haus etwas kochen. Grade als wir uns auf den Weg machen wollten um unser Essen anderweitig zu besorgen, kam der Elektriker. Es stellte sich heraus, dass es innerhalb des Hauses ein technisches Problem gegeben hatte. Das war dann aber auch relativ schnell gelöst, sodass dem Essen nichts im Wege stand.

Dann ging es nur noch ans Sachen packen. Denn am nächsten Morgen fuhren wir schon nach Grahamstown zu Franzi und Agnes.