Roadtrip „Coast to Coast“ Teil 2

12.12.2016 - Mdumbi – Port Shepstone – Durban – Drakensberge – Lesotho

Roadtrip_20161213-W04.jpgRoadtrip_20161216-W01.jpgAm 12. Dezember verließen wir Mdumbi mit dem Ziel Durban. Da uns eine Tour zu lang war, hatten wir einen kleinen Zwischenstopp mit Übernachtung in der Nähe von Port Shepstone. Allein die Unterkunft „Misty Creek Farm“ zu finden war ein Abenteuer. Auf Grund eines fehlenden Schildes fuhren wir mehrfach dran vorbei und als wir nach 8 Stunden Fahrt (davon 2 Stunden unbefestigte Straße zurück von Mdumbi) endlich fanden waren wir einfach nur müde und wollten duschen und dann schnell ins Bett. Leider hatten wir die Rechnung ohne das Hostel gemacht, in dem das Wasser ausgefallen war.

Auf Grund des fehlenden Wassers fuhren wir schon früh nach Durban los, wo uns die nächste Überraschung erwartete. Wie gewohnt fanden wir das Hostel nicht auf Anhieb, aber als und Passanten verwirrt auf der Straße stehen sahen und uns helfen wollten, mussten wir feststellen, dass das Hostel nicht mehr existierte, obwohl wir sogar noch eine Bestätigungsmail bekommen hatten. Also mussten wir noch für diesen Abend eine Unterkunft finden. Angespannt saßen wir in einem Imbiss und googelten, konnten aber nichts finden, was noch frei und in unserem Budget gewesen wäre. Wir bekamen dann aber den Tipp, dass in die Räumlichkeiten unseres Hostels ein anderes Backpackers gezogen sei. Wir fragten nach und zum Glück hatte das CurioCity noch Betten für uns frei. Nach dem ganzen Trubel machte am Abend nur noch einen leinen Ausflug mit Agnes zum Hafen. Durban kam mir nicht als besonders schöne Stadt vor, aber die Vielfalt der Menschen beeindruckte mich sehr.

Roadtrip_20161214-W02.jpgRoadtrip_20161214-W03.jpgAm nächsten Tag ging es schon früh los zum Apartheidsmuseum, dass uns leider enttäuschte, da wir nur einen winzigen Teil der Ausstellung besuchen konnten. Wir fuhren zum Hafen um eine Hafenrundfahrt zu machen, die wir dann aber auch noch fast verpassen, da der Inder, bei dem wir essen wollten, sehr lange mit der Zubereitung unserer Bestellung beschäftigt war. Die Hafenrundfahrt war aber trotzdem sehr interessant. Bei unserer Fahrt zum botanischen Garten durchfuhren wir das Warwick Triangle, einen Teil Durbans, der für seine Geschäftigkeit und sein buntes Treiben bekannt ist, sich aber eher als Verkehrschaos herausstellte. Der botanische Garten war dazu eine ruhige Abwechslung. Den Abend ließen wir dann an der Beachfront der Stadt ausklingen.

Donnerstags lief ich dann mit Rabea (einer sehr lieben Backpackerin, die wir kennen gelernt haben) und Agnes zum Victoria Market im indischen Viertel. Im Fleischmarkt wurden frisch abgetrennte Tierköpfe verkauft, sodass wir schnell weiter zum eigentlichen Markt gingen, auf dem neben Schmuck und Kleidung, vor allem Gewürze verkauft wurden. Von überall wurde gerufen um die Waren zu bewerben. Man konnte die Gewürze probieren und die Sinneseindrücke waren sehr überwältigend. Durch das indische Viertel, mit seinen vielen Straßenhändlern, lauten Geräuschen und dem unübersichtlichen Verkehr ging es bis zum 1860 Heritage Museum, in dem wir über die Einwanderung der indischen Minderheit in Südafrika und deren kulturellen Einfluss lernten, was sehr spannend war.

Roadtrip_20161217-W01.jpgAm nächsten Tag fuhren wir dann weiter bis in die südlichen Drakensberge in die Sani Lodge, wo wir uns prompt für eine Sani Pass Tour nach Lesotho anmeldeten. Mit einem Land Rover fuhren wir am nächsten Tag also den Sani Pass hoch bis nach Lesotho. Die Aussicht war wirklich unbeschreiblich, denn die Drakensberge sind wirklich unglaublich schön.

Roadtrip_20161217-W02.jpgWir verließen Südafrika um nach Lesotho, dem Königreich des Himmels, einzureisen. Lesotho ist ein Staat der komplett von Südafrika umrundet wird, aber kaum überquert man die Grenze fühlt man sich wie in einer anderen Welt. Die Sotho leben noch sehr traditionell als Hirten. 

Nachdem wir am zweithöchsten Berg Afrikas eine kleine Mittagspause gemacht hatten, hatten wir die Möglichkeit Einblicke in dieses Hirtenleben zu bekommen. Zuerst durften wir beim Schafe scheren zu schauen und wurden dann in eine der Rundhütten eingeladen, wo wir das traditionelle Brot und Bier probieren durften uns über die Kultur der Sotho erzählt wurde. Zum Abschluss des Tages tranken wir im höchsten Pub Afrikas noch einen Glühwein, der dank der Höhe fast zu den Temperaturen passte.

An unserem letzten richtigen Urlaubstag machten wir noch eine Wanderung durch die Berge, bei dir wir uns allerdings verliefen, sodass wir die letzten Kilometer lieber an der Straße entlang gingen. Dann ging es schon zurück nach Hause. Weihnachten werden wir Freiwilligen zusammen verbringen, bevor wir dann weiter nach Westen reisen.

 Roadtrip_1_2_neu.png