Roadtrip „Coast to Coast“ Teil 3

25.12.2016 - Jeffreys Bay – Plettenberg Bay – Knysna – Mossel Bay – Cape Town

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Nach ruhigen Weihnachten mit den Frewilligen aus Südafrika und Namibia und viel lauter Weihnachtsmusik, sowie traditionellem Braai am 25.12.2016 in Grahamstown ging es für Becci, Clara, Franzi und mich bald wieder los, diesmal Richtung Westen.

Am 28.12.2016 fuhren wir bis nach Jeffreys Bay, mit einem kurzen Stopp zuvor in St. Francis Bay, wo wir einen langen Spaziergang bis zum Leuchtturm machten und den Rest der Zeit am Strand genossen.

Das Backpackers in Jeffreys Bay war schlicht, aber genügte uns vollkommen, da wir Abends nur noch in die Betten fielen und am nächsten Tag schon früh los fuhren. Auf dem Weg nach Plettenberg Bay und Knysna hielten wir beim bekannten Elephant Sanctuary, einem Ort, an dem man mit Elefanten spazieren gehen kann. Zunächst wurden uns die Elefanten vorgestellt. Wir durften sie füttern und streicheln und später dann mit ihnen, den Rüssel in der Hand haltend, durch einen kleinen Wald mit ihnen spazieren. Wir lernten viel über das Leben der afrikanischen Elefanten und die Jagd nach den wertvollen Stoßzähnen und es war eine tolle Erfahrung einem Elefanten mal so nahe zu kommen und bestimmt auch ein Highlight der Reise.

Roadtrip_3_4_161229_003.jpgAm Nachmittag bummelten wir noch ein bisschen durch Plettenberg Bay und anschließend über einen wunderschönen afrikanischen Markt, in dem vor allem die Perlenarbeiten der Xhosa angeboten wurde. Es war nicht sehr voll, denn da es an diesem Tag super warm war, hatten sich die meisten Touristen wohl entschieden den Tag am Strand zu verbringen, und auch uns zog es schon bald ans Meer. Doch anstatt uns in den Sand zu legen, fanden wir eine tolle Stelle auf dem Felsen wo man gut sitzen und entspannen konnte und wo wir keinen Menschen trafen.

Roadtrip_3_4_161230_006.jpgDer nächste Tag war nicht weniger warm und wir entschieden uns auch in Mossel Bay an den Strand zu gehen, der wirklich sehr voll war. Die Wellen waren riesig und man konnte schon Angst im Wasser zwischen all den Menschen und hohen Wellen bekommen. Die Sonne brannte und es gab keinen Schatten, sodass wir schnell weiter zu unserem Hostel fuhren. Auf das Hostel in Mosselbay hatten wir uns schon länger gefreut, da es sich um einen alten Zug handelte, in dem wir schlafen konnten. Die blauen Wagen standen direkt am Meer und so konnte man noch beim Einschlafen die Wellen hören.

Roadtrip_3_4_161230_009.jpgPünktlich zu Silvester ging es dann nach Kapstadt. Wir hatten ein Ferienhaus gebucht, dass ein wenig außerhalb der Stadt war und sich als echter Glücksgriff entpuppte. Es war super schön gelegen und hatte sogar einen kleinen Garten mit einem Grill, sodass wir auch ordentlich braaien konnten. Silvester wollten wir an der Waterfront feiern, einer  Einkaufmeile, die direkt am Wasser liegt. Zwischen kleinen Buden standen verschiedene Bühnen die jeweils zu einem Thema dekoriert waren. Es gab die Feuerbühne, auf der lustige Menschen in Feuerkostümen tanzten, es gab die grüne Bühne auf der ein Mann Ditscheridu spielte und so weiter. Anscheinend war ganz Kapstadt an der Waterfront. Aus Zufall entdeckten wir kurz vor Mitternacht die Freiwilligen, die in Namibia ihren Dienst ableisten und die wir beim Vorbereitungsseminar kennengelernt hatten. Doch wir hatten wenig Zeit mit ihnen zu reden, denn da fingen schon der Countdown und anschließend das große Feuerwerk an.

Roadtrip_3_4_161230_008.jpgUnser erstes Abenteuer 2017 war die Heimfahrt von der Waterfront zum Ferienhaus. Übermüdet wie wir waren, liefen wir nur noch schnell zum Parkhaus, wo uns eine böse Überraschung erwartete. Das Parkhaus und die Straßen in Kapstadt waren vollkommen überfüllt und im Parkhaus gab es kein vor und zurück, so groß war der Stau. Zwei Stunden verbrachten wir so im Parkhaus ohne, dass wir uns auch nur einen Zentimeter bewegt hatten und unsere Nerven lagen blank. Irgendwann sprach uns ein junger Parkwächter an, dass er einen alternativen Weg nach draußen kenne. Wir waren skeptisch, fragten aber nach seinem Ratschlag. Er empfahl uns aus dem Eingangstor, dass sich am anderen Ende des Parkhauses befand herauszufahren. So fuhren wir von der falschen Seite an die Schranke heran. Clara drückte den Knopf auf der anderen Seite und hielt schnell den Wagenheber, den wir im Auto gefunden hatten gegen die Metallschranke, damit die Schranke sich auch wirklich öffnete. Schon beim ersten Anlauf schafften wir es aus dem Parkhaus und da wir auf eine kleine Nebenstraße gelangten, konnten wir den Stau umfahren und steckten nur noch kurzzeitig darin fest.