Roadtrip „Coast to Coast“ Teil 4

01.01.2017 - Cape Town

170104_Tafelberg_Webcam_14:03:55.pngDa wir unsere Zeit in Kapstadt gut nutzen wollten, ging es am 01.01.2017 direkt wieder los zu den botanischen Gärten, die uns mehrfach empfohlen worden waren und auch uns gefiel es dort sehr gut. Wir folgten einem schönen Spazierweg, der uns schließlich auf eine Brücke über die Baumkronen des Gartens führte und uns eine tolle Aussicht über Kapstadt eröffnete.

Abends braaiten (grillten) wir noch im Garten.

Roadtrip_3_4_170104_003.jpgAm 02.01.2017 steht in Kapstadt der bunte Karneval an, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Am Morgen sahen wir uns aber zunächst die Innenstadt mit ihren kleinen Gassen und alten Gebäuden an. Der Karneval zog dann später durch die Stadt, ist aber ganz anders als der Karneval in Deutschland. Keiner der Zuschauer ist wirklich verkleidet. Nur die verschiedenen Gruppen die am Zug beteiligt sind tragen Glitzer- und Palliettenanzüge. Musikvereine und Kapellen spielen fröhliche Musik und die Menschen tanzen mit Tambourinen in den Händen. Es war sehr laut, doch die Stimmung sehr mitreißend.

Roadtrip_3_4_170104_004.jpgEigentlich war geplant am 03.01.2017 den Tafelberg hochzuklettern. Deshalb standen wir schon sehr früh morgens auf, um zum Fuß des berühmten Berges zu fahren. Kaum waren wir aus dem Auto gestiegen schüttelte der starke Wind uns hin und her. Wir fragten nach dem Weg und wurden darauf hingewiesen, dass es bei dem Wetter sehr gefährlich sei den Berg hoch zu steigen. Auch die Gondel fuhr nicht mehr. Also fuhren wir doch lieber zum Cape Point, dem eigentlichen Kap, dass in einem Nationalpark liegt. Dort wanderten wir bei starken Wind vom Parkplatz zum eigentlichen Cape Point und zum Kap der guten Hoffnung. Wir sahen auch noch Pinguine, die das Kap bewohnen und konnten so doch noch den Tag genießen.

Am nächsten Morgen konnten wir unseren Plan auf den Tafelberg zu steigen dann endlich umsetzen. Noch früher als am Tag zuvor brachen wir auf, um der Mittagshitze zu entgehen. Der Weg ist nur drei Kilometer lang, trotzdem dauert der Aufstieg 2,5 Stunden, denn es geht steil bergauf. Es war so anstrengend, dass wir immer wieder Pausen einlegten. In die Mittagshitze kamen wir dann doch an. Wir waren sehr stolz als wir endlich oben ankamen und genossen die einzigartige Sicht über die Stadt. Wir blieben noch eine Weile dort um dann mit der Gondel nach unten zu fahren. Zum Laufen waren wir eindeutig zu erschöpft.

Roadtrip_3_4_170106_001.jpgNach den beiden Tagen in der Natur wollten wir am nächsten Tag dann doch etwas Kultur. Zunächst nahmen wir an einer historischen Stadttour teil. Wir lernten über die Besiedlung des Kaps der Niederländer, über die Sklaven, die die Stadt gebaut haben, über Apartheid und über den Einfluss den Kapstadt heute hat. Später gab es für uns noch mehr Geschichte, als wir auch noch das Castle of Good Hope besuchten, eines der ältesten Gebäude, das früher als Verwaltungszentrale diente. Außerdem ging es noch in die National Art Gallery, in der vor allem zeitgenössische Kunst ausgestellt wird und zum Pan African Market, einem versteckten Gebäude, in dem auf drei Etagen Kunsthandwerker ihre Waren präsentieren.

Den letzten Tag in Kapstadt verbrachten wir im Bookap Viertel, dem sogenannten muslimischen Viertel, in dem die Häuser bunt angestrichen sind und das seine ganz eigene Geschichte und eigene Traditionen hat, die ganz anders war, als das Kapstadt, dass wir bisher kennengelernt haben.