Roadtrip „Coast to Coast“ Teil 5

08.01.2017 - Cederberge – Stellenbosch – Outshorn – Knysna – Tsitsikamma

Nach sieben Tagen Kapstadt verließen wir die Stadt in Richtung der Cederberge. Dort bestand unsere Unterkunft aus Zelten mit einer tollen Aussicht. Die Cederberge sind berühmt für ihre schönen Felsformationen und Wandermöglichkeiten, sowie die berühmten Höhlenmalereien der San.

Roadtrip_3_4_170110_001.jpgAuch wir machten eine Wanderung bis hin zu einem Wasserfall. Der Aufstieg war nicht zu steil und der Wanderweg nicht zu lang. Wir brauchten grade mal 1,5 Stunden um zu dem wirklich spektakulären Wasserfall zu kommen. Vor dem Wasserfall machten wir dann ein kleines Picknick, ohne uns etwas dabei zu denken. Wir saßen bestimmt eine Stunde dort um zu plaudern und zu essen, doch kaum begannen wir uns auf den Rückweg einzupacken, hörten wir auch schon die Affen schreien. Wir drehten uns um und sahen, dass unser Rückweg von einer großen Horde Paviane blockiert wurde, die wohl durch unser essen angelockt wurden. Überall in Südafrika wird vor Pavianen gewarnt, denn die Tiere sind oft aggressiv gegenüber Menschen, da sie oft gefüttert werden. Essen reichen bedeutet für einen Pavian aber seine Unterlegenheit ausdrücken, weswegen Menschen nicht mehr so akzeptiert werden. Auch die Paviane auf unserem Weg schienen uns nicht zu freundlich gesinnt zu sein, denn das Alpha Tier (zu erkennen an seiner Größe und Autorität) schrie wie verrückt, sodass wir uns erst einmal zurück ziehen mussten, doch wir mussten feststellen, dass die Paviane schon längst um uns herum waren. Wir warteten einige lange Minuten bis wir uns endlich einigen konnten. Wir mussten wohl oder übel so selbstbewusst wie es ging durch die Herde durch. Mit klopfendem Herzen gelangten wir schließlich wieder auf unseren Wanderweg zurück und abgesehen von ein paar lauten Schreien (von Seiten der Paviane) war nichts passiert.

Roadtrip_3_4_170113_002.jpgAm nächsten Tag fuhren wir nach Stellenbosch, eine kleine Universitätstadt, die für ihre Weingüter bekannt ist, von denen wir uns auch etwas ansahen und dann nach einer unruhigen Nacht mit Mücken und Bettwanzen im Backpackers weiter nach Outshorn fuhren. Outshorn wird hier in Südafrika auch die Straußenstadt genannt, denn sie ist umgeben von Straußenfarmen. Doch statt uns länger mit den Straußen zu beschäftigen, die man dort wirklich überall sieht, fuhren wir zu den Cango Caves, mehreren Tropfsteinhöhlen, die unterirdisch alle miteinander verbunden sind und die aus mehreren großen Hallen bestehen. Wir entschieden uns dafür in den Hallen zu bleiben und gegen eine Adventure Tour, die klettern und krabbeln bedeutet hätte und da wir gehört hatten, dass schon mehrere Menschen stecken geblieben sind, reichten uns die Hallen , vollkommen aus.

Unser letzter Stopp auf dem Weg nach Alexandria war dann Tsitsikamma, wo wir eine Nacht blieben und „ziplineten“, eine Art spektakuläres Seilbahnfahren über einen Wasserfall. Da es regnete wurden wir dabei auch noch richtig dreckig, aber es hat unfassbar viel Spaß gemacht. Und dreckig wie wir waren ging es dann zurück zu unserem südafrikanischen zuhause.