Weihnachtsmarkt und die Kreuzigung Jesu

06.12.2016 - Ja, auch hier geht es auf Weihnachten zu und trotz der sommerlichen Temperaturen ist es hier und da zu spüren. Becci und ich waren sogar auf einem Weihnachtsmarkt in Port Elizabeth und in der Kirche an einem kleinen Projekt beteiligt.

161201_weihnachtsmarkt_1.jpgLetzte Woche hatten Becci und ich die Möglichkeit einen Weihnachtsmarkt in PE zu besuchen. Natürlich sagten wir da nicht nein, auch wenn wir skeptisch waren, was uns so erwarten würde. Mit Glühwein und Tannenbäumen rechneten wir nicht, aber wir waren trotzdem neugierig. Der Weihnachtsmarkt fand zunächst einmal in einer Tiefgarage statt und war kaum weihnachtlich. Das Radio spielte im Hintergrund und anstatt weihnachtlicher Geschenkideen, gab es Strandmode aus Bali zu kaufen. Die wenigen, mit Kunstschnee bedeckten Plastiktannenbäume, wirkten bei fast 30 Grad ziemlich fehl am Platz und anstatt Weihnachtsplätzchen gab es Biltong und Obstsalat zu kaufen. Trotzdem gefiel mir der Weihnachtsmarkt sehr gut. Die vielen kleinen Stände boten von Schmuck über Kunst vieles an, was man in Deutschland auf einem Kunst- und Handwerkermarkt so finden würde und Becci und ich verbrachten fast zwei Stunden damit durch die Gänge zu schlendern und uns die schönen Dinge anzusehen.

Und dann war am Sonntag noch unser Youth Service. Becci und ich besuchen seit wir hier sind einen Jugendclub, der an die Kirche angeschlossen ist. Einmal in der Woche wird geredet, ein Film geschaut oder ein Jugendgottesdienst gehalten. Wir haben in einer Prayer Night auch schon einmal die ganze Nacht gemeinsam verbracht (und dabei nicht nur gebetet, wie man vielleicht vermuten könnte). Für Sonntag hatten wir schon länger etwas vorbereitet. Der normale Gottesdienst wurde von den Jugendlichen übernommen und geleitet. Die Musik wurde von uns ausgesucht, und fiel deshalb etwas wilder aus und die Jugendlichen durften selbst predigen.

161204_Singen_Kirche.jpgauffuehrung_1.jpgEs war schon erstaunlich, was junge Menschen (die meisten sind jünger als Becci und ich) eigenständig auf die Beine gestellt haben und wie selbstbewusst sie gepredigt haben.  Daneben habe ich mit einigen Mädchen noch ein paar Lieder einstudiert, die wir dann aufgeführt haben. Und am Ende gab es noch ein kleines Theaterstück. Anders als die Jahreszeit vermuten ließe handelte es sich dabei nicht um ein Krippenspiel, sondern um die Kreuzigung Jesu. Zu dramatischer Musik schleppte sich unser, mit Kunstblut beschmierter Junior Pastor durch die Kirche und wurde getreten und geschlagen, nur um am Ende am Kreuz zu stehen. Zum Glück war ich an diesem Theaterstück nur soweit beteiligt, dass ich nur den CD-Spieler bediente.

Morgen fangen für mich schon die großen Sommerferien an. Der Rucksack ist gepackt und sofort geht es los in den Norden. Mein nächster Bericht wird also ein Reisebericht.